Zu: Wohin steuert Frankfurt? - Rückblick
5. Höchster Stadt-Gespräch
Wohin steuert Frankfurt? - 2030 ist Zukunft im Westen
Sonntag, 1. November 2009
Begrüßung und Einführung
Wir freuen uns über die große Resonanz, die das heutige Gespräch
bereits in den Wochen der Vorbereitung gefunden hat und versprechen
uns jetzt viel von unserer heutigen Diskussion.
Über die Frage „Wohin steuert
Frankfurt?“ öffentlich nachzudenken, das war bislang
eine Sache von Experten und eine Sache der Medien. Das sollte nicht
länger so sein. Diese Frage mit der These zu verknüpfen:
„2030 ist Zukunft im Westen“ erscheint
kühn, vielleicht sogar etwas frech. Doch dazu hat uns die
Frankfurter Zukunftsdiskussion herausgefordert, in der 2030 als ein
Visionsjahr erscheint, auf das alle Erwartungen und Planungen sich
ausrichten. Soviel noch einmal zum Thema des heutigen
Gesprächs.
Wir wollen uns heute zu Wort melden, mit den Potentialen dieses
Stadtteils, des Frankfurter Westens. Mehr noch: Wir verbinden mit
unserm „Einmischen“ auch die erklärte Absicht, uns an
der Gestaltung unserer Zukunft zu beteiligen. 2030 soll für uns nur
eine symbolische Markierung in der Zukunft sein. Sie dient uns
dazu, mit unseren Phantasien, Visionen und Utopien konkret zu
werden.
2030, das ist in zwanzig Jahren. Die Vorstellungskraft, die wir für
dieses Jahr aufbringen, ist auch die Kraft, die wir investieren
müssen, damit eintritt, was wir uns vorstellen. Wenn also heute
auch von Utopien die Rede ist, dann markieren diese Utopien Ziele,
die wir anstreben wollen. Ein schöner Gedanken von Oskar Wilde
könnte uns dabei begleiten: „Eine Weltkarte, auf der das Land
Utopia nicht verzeichnet ist, verdient nicht einmal einen
flüchtigen Blick, denn ihr fehlt das Land, das die Menschheit seit
jeher ansteuert.“
In der Einladung zum heutigen Gespräch steht - da kannten wir die
Visionen, die nachher vorgestellt werden noch nicht - daß unsere
Träume, Wünsche, Phantasien und Erwartungen einen realen
Kern haben. Wir waren auch zuversichtlich, als wir betont
haben: „Die Attraktivität dieser Utopien verbindet sich mit
einem in Höchst gelebten Engagement“. Beides
wurde bereits in den letzten Wochen bestätigt
Es gibt in Höchst ein kräftiges zivilgesellschaftliches
Potential, das sich in vielfältigen Strukturen der
Öffentlichkeit ausdrückt. Dieses Höchster Stadt-Gespräch soll daher
auch ein Forum für dieses Potential sein. Wir haben heute die
Chance, das Vielfältige in einen kühnen Entwurf des Ganzes
einzufügen, ohne daß die Vielfalt dabei unkenntlich wird. Wir haben
die Chance, einem Zukunftsentwurf Gestalt zu geben, in dem die
öffentlichen Räume und Güter einer Stadtgesellschaft sozialen,
humanen, kulturellen und ästhetischen Ansprüchen gerecht
werden.
Über diese Ansprüche eine Verständigung zu suchen und zu erzielen,
wäre selbst bereits ein auf die Zukunft gerichteter demokratischer
Gestaltungsauftrag. Auch dafür könnten die Höchster Stadt-Gespräch
ein Forum sein. Im heutigen Gespräch sollten wir dafür einen guten
Anfang sehen.
Wir freuen uns sehr, daß wir unser heutiges Gespräch mit einem
Beitrag von Prof. Dr. Hannes Utikal, Professor an der hiesigen
Provadis Hochschule, eröffnen können. Herr Utikal ist an der
Diskussion eine Leitbildes für Höchst beteiligt, er wird über
„Die Kraft eines Leitbildes“ sprechen.
Unmittelbar danach wollen wir Ihnen drei
persönliche Visionen vorstellen und Sie zu einer ersten
Diskussionsrunde einladen: Es sind Visionen von:
Claudia Großbach, Landschaftsplanerin,
Oliver Leicht, Architekt, hier in Höchst im Quartiersbüro Mandie
tätig,
und Calogera von Auw, Mitarbeiterin der Caritas in Höchst
Die zweite Diskussionsrunde wird dann von drei weiteren Visionen
eröffnet:
von Ergül Gök, Mitglied des Bunten Tisches,
von Thomas Förster, Leiter der Kasinoschule
und Petra Scharf, der Höchster Kinderbeauftragten.
Viola Engelbrecht wird uns musikalisch „beflügeln“,
Hans Benninghoven wird am Ende Ergebnisse unseres Gesprächs
zusammenfassen – und von Henning Brandt erwarten wir ein
persönliches Schlußwort.
Danken möchten wir an dieser Stelle Frank Kunert für sein
phantasievolles Foto und seinen nachdenklichen Beitrag, den Sie in
unserer Textsammlung lesen können.
Edgar Weick
Zu: Wohin steuert Frankfurt? - Pressestimmen
beim letzten "Höchster Stadt-Gespräch“ im Neuen Theater haben Sie Interesse am weiteren Schicksal des Bolongaropalasts bekundet. Nun haben sich in der vergangenen Woche der Vereinsring Höchst, die Bürgerverinigung Höchster Altstadt, die Interessengemeinschaft Handel und Handwerk sowie der Bund für Volksbildung F-Höchst zu einer gemeinsamen Presse-Erklärung entschlossen, in der ein Moratorium für die aktuellen Umbaupläne verlangt wird, damit eine "fachkundig moderierte Diskussion" die Interessen der Höchster Bevölkerung in die Planung einbeziehen könne.
In der Anlage habe ich Ihnen zu Ihrer Information die in der Presse erschienenen Artikel als PDF zusammengestellt. Dabei ist auch eine Reaktion seitens des Büros der OB Frau Roth vermeldet, die ansatzweise Mut macht.
Im Bund für Volksbildung machen wir uns momentan Gedanken, wie wir zu einer Meinungsbildung in Höchst beitragen können. Ungeachtet der Möglichkeiten, die allen interessierten Bürgern offenstehen (einen Leserbrief an eine der beteiligten Zeitungen zu schreiben; an der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 6 teilnehmen, an der das Thema verhandelt werden soll - die Tagesordnung ist ebenfalls beigefügt) prüfen wir im Moment die Möglichkeit, eine Info-Veranstaltung durchzuführen, in der mit Unterstützung von fachkundiger Seite das "alte" (Kultur-orientierte) Konzept noch einmal vorgestellt und einer öffentlichen, vorwärts-gerichteten Diskussion unterzogen werden könnte. Wenn wir da weiter gekommen sind, lassen wir wieder von uns hören!
Bis dahin herzliche Grüße aus dem regnerischen Westen
Ralf Ebert
Bund für Volksbildung
Neues Theater Höchst
Wohin steuert Frankfurt? - 2030 ist Zukunft im Westen
Wohin steuert Frankfurt? - 2030 ist Zukunft im Westen
So., 1.11.2009, 11.00 Uhr
In Frankfurt gibt es eine Zukunftsdiskussion. 2030 ist das „Visionsjahr“, auf das sich die Zukunftsentwürfe konzentrieren, die gegenwärtig diskutiert werden. Höchst und die westlichen Stadtteile kommen darin fast nicht vor. Also wollen wir uns einmischen und eigene Visionen entwickeln und vorstellen.
Die Höchster Stadt-Gespräche haben sich als ein kommunikativer Ort erwiesen, an dem zukunftsorientiert und engagiert diskutiert werden kann. Wir haben Höchster Bürgerinnen und Bürger gewonnen, die den Mut haben, uns ihre persönliche Vision vorzutragen. Es sind Träume, Wünsche, Phantasien und Erwartungen, die alle einen realen Kern haben. Die Attraktivität dieser Utopien verbindet sich mit einem in Höchst gelebten Engagement. Das ist ein Potential, das wir in die Frankfurter Zukunftsdiskussionen einbringen können. Für uns liegt unsere Zukunft 2030 im Westen.
Visionen beflügeln – vorgestellt wird:
- Wie wir Höchst als Stadt in zwanzig Jahren erleben
• Wie wir in der bunten Vielfalt der Menschen in dieser Stadt zusammenleben
• Wie Schulen, Kultur und Kunst unser Leben bereichern
• Wie Höchst eine beispielhafte „Kinder-Stadt“ geworden ist
Diese Visionen sollen nicht nur unsere Diskussion anregen. Wir stellen uns vor, daß sie in ein „Leitbild“ für Höchst aufgenommen werden und damit auch politische Entscheidungen beeinflussen.
Moderation: Helga Krohn und Edgar Weick
Der Flyer zum Download